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arch.atlas

Architekturstiftung Südtirol

Zivilschutzzentrum Ritten

Sonderbauten

Öffentliche Bauten

Baujahr

Fertigstellung 2020

Zone

Bozen Land

RITTEN

Bautyp

Neubau

Klimahaus Standard A

Architekt/Partner

Studio Roland Baldi Architects

Arch. BALDI ROLAND


Projektmitarbeiter:

Arch. Harald Kofler
Arch. Carlo Scolari
Arch. Sila Giriftinoglu
Arch. Karin Kretschmer

Rettende Architektur, aus Beton gestampft: Mit dem Neubau des Zivilschutzzentrums Ritten haben Roland Baldi Architects ein gemeinsames Zuhause für die Feuerwehr, den Bergrettungsdienst und das Weiße Kreuz gebaut, das kompetenzübergreifend die Voraussetzungen für reibungslose Einsätze schafft. Mit seiner kantigen, skulpturalen Form bildet das neue Zivilschutzzentrum Ritten einen zeitgenössischen Kontrast zur ländlichen, ortstypischen Architektursprache. Der als Klimahaus A gebaute, zweigeschossige Baukörper wurde in den natürlichen Geländeverlauf integriert und kommuniziert über den nach Norden orientierten Eingangsbereich mit der dort verlaufenden Hauptstraße und der dahinterliegenden Wohnbauzone. Der größte Teil des Volumens jedoch wurde in einem kompakten Baukörper unterhalb des Parkplatzes angeordnet. Dieses Untergeschoss dient gleichzeitig als Umfassungsmauer und Einfriedung des darüber liegenden Parkplatzes und der dahinterliegenden Garage. Über den zentralen Haupteingang im Erdgeschoss gelangt man direkt in einen geräumigen, der Öffentlichkeit zugänglichen, Eingangsbereich mit Schulungsraum und ist auch für externe Veranstaltungen leicht nutzbar. Vom Eingangsbereich aus erreicht man die zu beiden Seiten angeordneten und räumlich voneinander getrennten Aufenthalts- und Verwaltungsbereichen der einzelnen Zivilschutzorganisationen. Diese sind vom Eingangsbereich aus barrierefrei über einen mittig liegenden Gang erschlossen. Nach Norden hin befinden sich Lagerräume, Büros und Schlafräume, während Bereitschafts-, Aufenthalts- und Jugendräume nach Süden gerichtet sind. Den drei Bereichen sind nach Süden hin großzügige Terrassen vorgelagert, die eine räumliche Erweiterung der Aufenthaltsbereiche nach außen sowie die Schaffung eines privaten, geschützten Freibereiches ermöglichen. Zentral zwischen den beiden Bereichen und unmittelbar am Eingang gelegen, befindet sich die gemeinsame Verbindungstreppe ins Untergeschoss mit den Einsatzräumen. So gelangt jede der drei Organisationen auf kürzestem Weg über Treppe und Verbindungsflur in die jeweiligen Umkleiden, die direkt mit den nach Süden orientierten Fahrzeughallen verbunden sind. Jede der Umkleiden verfügt über eine eigene nach Geschlechtern getrennte Sanitärgruppe mit Duschen und WC. Die Nachrichtenräume der Bergrettung und der Freiwilligen Feuerwehr befinden sich direkt nebeneinander und können im Falle eines Großeinsatzes zu einer gemeinsamen Einheit zusammengeschlossen werden. Die Fahrzeughallen öffnen sich zum gemeinsamen Übungshof nach Südwesten, der durch eine eigene, nur für Einsatzfahrzeuge befahrbare, Zufahrtsstraße über die Peter-Mayr-Straße erschlossen wird. Diese Aufteilung ermöglicht eine maximale funktionale Effizienz sowie eine optimale Trennung der verschiedenen Bereiche bei gleichzeitiger Optimierung der Synergien zwischen den drei Zivilschutzorganisationen. Dank der Fassade aus Stampfbeton und seiner rötlichen Farbe, die jener der berühmten Rittner Erdpyramiden entlehnt wurde, passt sich das Zivilschutzzentrum perfekt der landschaftlich beeindruckenden Kulisse an. Die Fassadengestaltung erfolgt aus dem einfachen Spiel zwischen der Materialität und Struktur der Gebäudehülle und den flächigen, transparenten Einschnitten der Fensterelemente. Die Verwendung von Stampfbeton verleiht der klaren Geometrie des Gebäudes eine belebte und vielschichtige Oberfläche und verweist inhaltlich auf das landschaftliche Umfeld. Roland Baldi Architects haben zudem die direkt an das Zivilschutzzentrum angrenzende neue Tiefgarage, den öffentlichen Parkplatz und den Busbahnhof geplant. Diese bilden zusammen mit dem nahegelegenen Bahnhof das neue Mobilitätszentrum von Klobenstein.

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