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arch.atlas

Architekturstiftung Südtirol

V. Gasser - Uhrmacher und Juwelier

Innenarchitektur

Industrie, Handel und Gewerbe

Historische Bauten

Baujahr

Fertigstellung 2019

Zone

Pustertal

BRUNECK

Bautyp

Umbau

Denkmalgeschützt

Klimahaus Standard - Keine Angabe

Architekt/Partner

Studio SENONER TAMMERLE ARCHITEKTEN

Arch. TAMMERLE LUKAS

Arch Paul Senoner

Eine Handreichung zwischen den Dingen - 1256 wurde die Stadt Bruneck im Südtiroler Pustertal erstmals urkundlich erwähnt. Am Fuß des Schlossbergs, auf dem Schloss Bruneck über die Stadt wacht, verläuft in einer bogenförmigen Bewegung die Stadtgasse. Einst war dies die einzige Straße der Stadt, ein Teil der Wehranlage des Schlosses und seit jeher Geschäftsstraße der Bürger von Bruneck. Die meisten Gebäude hier befinden sich unter Denkmalschutz. Tritt man durch das "Florianitor" in die Stadtgasse, zeigt sich direkt gegenüber in prominenter Lage das Stadthaus Nr. 44. Errichtet im Jahre 1402, hat es über die Jahrhunderte mehrmals Funktion und Besitzer gewechselt. Es ist das älteste Rathaus der Stadt. Vor fast 150 Jahren eröffnete hier Vigil Gasser, ursprünglich aus dem Defreggental in Osttirol stammend, ein Uhrengeschäft mit Werkstatt. Seit diesem Tag betreibt die Familie Gasser dieses Geschäft mit großer Leidenschaft und Kompetenz. Im Moment wird das Geschäft von der vierten und fünften Generation gemeinsam geleitet. Die Bauherren hatten den Wunsch nach einer behutsamen Aktualisierung und Bereinigung der Geschäftseinrichtung. Bestandselemente wurden erhoben, bewertet und möglichst aufgefrischt. Hinzu kamen neue, eigenständige Elemente, dem Bestand ebenbürtig, welche sich jedoch auch gut in ihn einfügen sollten. Die Eleganz naturbelassenen Eichenholzes, rahmenlose Vitrinen, Messing und ein natürliches Spaltleder waren die Zutaten für die Entwürfe der Architekten, mit deren Entwicklung und Umsetzung wir beauftragt wurden. Das Entree des Geschäftes wurde mit einem Naturstein aus Südtirol ebenfalls in ein neues Gewand gekleidet. Ein Markenzeichen von V. Gasser sind die zwei massiven Läden an der Fassade zur Stadtgasse. Sind die Läden offen, ist auch das Geschäft offen. Auch sie wurden behutsam aktualisiert. Es macht Freude zu sehen, wie das formulierte Ziel, das Alte mit dem Neuen eine Verbindung eingehen zu lassen, funktioniert. Mehr als eine Verbindung ist es noch eine "Handreichung" zwischen den Dingen, die als Ganzes wirken und die Geschichte vom weitum bekannten Geschäft V. Gasser weitererzählen und in eine neue Zeit führen. Text Jochen Haidacher – Tischlerei Haidacher

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