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arch.atlas

Architekturstiftung Südtirol

Kitestation

Sport, Freizeit & Erholung

Öffentliche Bauten

Baujahr

Fertigstellung 2020

Zone

Vinschgau

GRAUN

Bautyp

Neubau

Klimahaus Standard - Keine Angabe

Öffentlich

Bauherr Gemeinde Graun i.V.

Architekt/Partner

Arch. WIELANDER LUKAS

Arch. OBERHOFER FABIAN PETER

Der Reschensee hat sich in den letzten Jahren durch die optimalen Windverhätnisse zu einem der beliebtesten Kite und Snowkite Reviere in den Alpen entwickelt. Durch die Positionierung direkt am Ufer stellt die Kitestation einen direkten Bezug zum Wasser her. Bei hohem Wasserpegel (der Seespiegel des Steusees schwankt um 17 Meter), steht das Gebäude mit seiner weit auskragenden Terrasse zum Teil im Wasser. Der zum Großteil zweigeschossige Neubau ist als Pfahlbau konzipiert. Schlanke Alustern-Stützen tragen das 2,60m über best. Gelände situierte Hauptgeschoss. Die Anhebung der Hauptgeschossebene um mind. 1m war eine Sicherheitsvorgabe, da sich das aufgeschüttete Grundstück unter dem maximalen Staupegel befindet. Um den darunterliegenden Bereich sinnvoll nutzen zu können, wurde eine deutlich großzügigere Aufständerung ausgeführt. Die erhöhte Lage der Station bietet ideale Sichtverhältnisse zum See wodurch sich die Rettungseinsätze für in Not geratene Kiter einfacher gestalten lassen. Im Hauptgeschoss gruppieren sich alle Räume um einen zentralen und witterungsgeschützten Gemeinschaftsraum mit integrierter Bar. Zentrales Entwurfsthema ist eine nach Süden hin verglaster Verandabereich mit vorgelagerter und auskragender Seeterrasse. Am Abschluss der Terrasse wurden Liegenetze vorgesehen, welche sich direkt über dem Wasser befinden. Neben einem Büro verfügt die Station auch über Räume für drei Kiteschulen, Lagerflächen für Kite-Material, einen Servicebereich mit Umkleiden und sanitäre Anlagen. Der markante Turmaufbau entsteht zum einen durch das Lichtband für den überhöhten Hauptraum, zum anderen durch die darüber liegende Aussichtsplattform. Passend zum Thema des Windes und des sauberen Sports, wurde ein Windrad (3,5 KW) in das Gebäude integriert. Neben der Stromerzeugung lässt diese auch Windrichtung und Windstärke erkennen. Bedingt durch das geringe Budget und die auf die Sommermonate begrenzte Nutzung der Anlage, beschränkt sich die Bauweise und Materialität des Gebäudes auf einfache Lösungen. Auf alles nicht unbedingt Notwendige wurde verzichtet. Technische Installationen wurden nicht versteckt. Der „Rohbau“ aus Stahl- und Holzelementen wurde sozusagen „in Sicht belassen“ und lediglich durch gezielte Anstriche der Holzoberflächen veredelt. Verzinkte Stahlprofile und Sternstützen aus Aluminium, die normalerweise zum Schalen von Beton eingesetzt werden , bilden das statische Skelett. Ausfachende Elemente wie Wände , Böden und Dachuntersicht bestehen aus industriellen Holzwerkstoffplatten wie OSB und Seekiefer. Diese Oberflächen wurden in Eigenregie von den Clubmitgliedern (hauptsächlich den beiden Architekten!) mit silbergrauer Farbe gestrichen. In Kontrast zu den bunten Kiteschirmen, die an windigen Tagen den See und die Kitewiese beleben, ist die Farbgebung großteils auf Grau- und Silbertöne reduziert.

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