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arch.atlas

Architekturstiftung Südtirol

Ing.-Josef-Riehl-Platz

Tourismus & Gastronomie

Infrastruktur

Außengestaltung/Landschaftsplanung

Baujahr

Fertigstellung 2017

Zone

Bozen Land

RITTEN

Bautyp

Neubau

Klimahaus Standard B

Öffentlich

Bauherr Südtiroler Transportstrukturen A.G.

Architekt/Partner

Studio monovolume architecture+design

Arch. PEDÒ PATRIK

Arch. POBITZER JURY ANTON


Projektmitarbeiter:

Sergio Aguado Hernàndez
Simon Constantini
Heidi Morandell
Benjamin Gänsbacher

Platz für den Platz Dem Projekt liegt die Absicht zugrunde, dem Platz jene Großzügigkeit und Übersichtlichkeit zu geben, die ihm heute fehlt — und gleichzeitig seinen ortstypischen Charakter durch wenige, gezielte Maßnahmen zu unterstreichen. Der Großteil der gewünschten Funktionen wird in der Stützmauer untergebracht, welche den Platz definiert. Sie beherbergt Informationspunkt und Schautafel, den Trinkwasserspender, das öffentliche Telefon und das WC, außerdem die erforderlichen Anschlüsse und Abflüsse. So bleibt die Fläche möglichst frei und auch für Veranstaltungen (Weihnachtsmarkt, Dorffeste, Konzerte...) flexibel nutzbar. Die eigens entwickelte Pflasterung aus örtlichem Porphyr wird in der Stützwand fortgeführt, wodurch sowohl eine harmonisierende Einheitlichkeit als auch eine optische Vergrößerung des Platzes erzielt wird. Die Ausführung soll in Anlehnung an die Rittner Tradition als Trockenmauer erfolgen. Wenn möglich, sollte auch der kleine Vorplatz der Seilbahn gepflastert werden, damit der Platz noch großzügiger und homogener wird. Der Bürgersteig, welcher die Dorfstraße begleitet, wird nach Westen weitergeführt und geht nahtlos in den Platz über. Oberhalb des Informationspunkts befindet sich, auf Straßenebene, die Bushaltestelle. Von dort führt — als Kurzverbindung zu Zug und Seilbahn — auch eine Treppe auf den Platz. Sie wird ebenfalls von der Stützmauer aufgenommen. Die Bahnhaltestelle wird sehr reduziert ausgeführt und ist als einziger Fixpunkt auf dem Platz erkennbar. Um die Übersichtlichkeit zu bewahren, soll sie wie die Fassade der Seilbahn aus Kupfer realisiert werden. Ein dezent eingraviertes Ornament ist als Anspielung auf Jugendstilelemente in der nahen Umgebung gedacht.
Entwerter, Fahrscheinautomaten und Papierkorb sind bündig in die Tragstruktur integriert, jedoch so ausgeführt, dass sie im Falle eines Systemwechsels (Touchless-System etc.) problemlos umgerüstet werden können. Die Sitzbänke sind als mobile Elemente (Stadtmöbel) konzipiert, damit sie während einer Veranstaltung leicht entfernt oder verstellt werden können. Somit bleibt die höchstmögliche Flexibilität gewährleistet. Gestalterisch orientieren sie sich an der Bahnhaltestelle und nehmen das Jugenstilzitat auf. Aus verkehrstechnischer Sicht wurde auf eine Verlangsamung der Fahrzeuge Wert gelegt. Außer dem Materialwechsel zwischen Straße und Platz dienen der Rückbau des Gehsteigs und die Aufpflasterung (»fahrdynamische Hindernisse«) der Verkehrsberuhigung. Die Schranke an der Parkplatzzufahrt wird durch versenkbare Poller ersetzt, welche neben dem Bahnhofsgebäude platziert werden, um den Platz auch hiervon freizuspielen und den Fußgängern vollständig zugänglich zu machen. Sämtliche Zugänge werden barrierefrei gestaltet.

Auszeichnungen: Ing.-Josef-Riehl-Platz "Bahnhof des Jahres 2018"

Publiziert: 1. Platz, geladener Wettbewerb

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