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arch.atlas

Architekturstiftung Südtirol

Hotel My Arbor

Wohnbau

Tourismus & Gastronomie

Baujahr

Fertigstellung 2018

Zone

Eisacktal

BRIXEN

Bautyp

Neubau

Klimahaus Standard A

Architekt/Partner

Arch. MERANER WOLFGANG

Arch. SEEBER PAUL

Arch SADER ARMIN

Arch Gian Marco Giovanoli

Arch Michael Silbernagl


Projektmitarbeiter:

Verantwortlich für die Innenarchitektur
Arch. Tauber Gerhard
www.tage.it

Zwei völlig konträre Seins Zustände des bestehenden Ortes bilden die Grundlage für das Entwurfskonzept der neuen Hotelanlage des Hotels Myarbor. Beim Durchwandern lies die außergewöhnliche Qualität des Bauplatzes die Idee keimen, dass die Kraft des Ortes durch den neuen Hotelbau so weit als möglich erhalten bleiben soll. Ein Großteil des Waldbestandes soll bestehen bleiben und die zu bebauende Kubatur wird teils in einem mitten im Wald auf Stützen schwebenden Baukörper integriert. Der in den steilen Hang eingebettete Waldbestand, vorwiegend mit Fichten, Lärchen und Birken bewachsen, die scheinbar schwerelos auf dem teils saftigen Moosboden oder dem mit Nadel bedeckten Waldboden ragen, vermittelt große Geborgenheit. Ein kleiner Bach gräbt sich durch den Waldgrund und lässt dem aufmerksamen Wanderer seine Melodie spüren. Ein Pendant zur Realität des Waldes bildet der Blick in Richtung Süden über die Wiesenhänge bis weit in das Eisacktal und die umliegenden Bergketten hinaus, der Weite und Offenheit vermittelt. Beide Seins Zustände spiegeln sich im Entwurf wieder und können beim Durchwandern oder Betrachten des Gebäudes erlebt werden. Der in Massivbauweise errichtete zwei bis dreigeschossige Sockelbau nimmt im Erdgeschoss den Eingangsbereich, die Rezeption sowie Bar Restaurant und Küche in sich auf. Im ersten Untergeschoss, das aufgrund der Ausnutzung des Geländes über dem natürlichen Geländeniveau liegt, befinden sich das Schwimmbad sowie die Beauty und Wellnessabteilung. Auch der Saunabereich im zweiten Untergeschoss ist zur Landschaft hin offen. Sämtliche Niveaus sind so ins Gelände integriert, dass von jedem Geschoss aus ein direkter Zugang und die Aussicht auf die umliegende Landschaft gewährt sind. Der Zugang ins Hotel befindet sich an der Ostseite des Gebäudes. Ein zweigeschossiger Luftraum des Foyers sowie der Ausblick in die Landschaft geben dem Gast schon beim Betreten des Gebäudes das Gefühl der Großzügigkeit und Weite. Die Bartheke im Mittelpunkt des Geschehens zwischen Eingang, gemütlichem Lounge Bereich, Kaminzimmer und Restaurant, ist Ort des Verweilens und der Kommunikation. Sie lässt durch ihre Positionierung viele unterschiedliche Szenarien zu und bildet das Herzstück des Geschehens. Die Schwimmbadlandschaft mit Außenpool an der Nahtstelle zwischen Offenheit und Geborgenheit orientiert sich nach Südwesten hin und lässt die wärmenden Sonnenstrahlen bis zu den späten Abendstunden ins Gebäude eindringen. Beauty- und Wellnessbereich bilden den introvertierten zum Wald ausgerichteten Bereich dieses Geschosses. Sämtliche Behandlungsräume sind zwar großzügig verglast aber doch so angeordnet, dass die Privatsphäre für jeden einzelnen Gast bewahrt wird. Vor allem der Außenbereich der Sauna und SPAlandschaft im bestehenden Waldgefüge dem zweiten Untergeschoss vorgelagert sorgen für die ganz spezielle Atmosphäre dieser Bereiche. In den vier Zimmergeschossen lagernd direkt auf dem Sockelbau oder auf schräg gestellten Holzstützen befinden sich sämtliche der 104 Suiten. Der Gast hat die Möglichkeit, sich für die geborgene Waldsuite im ersten Obergeschoss oder die Suite in den Baumwipfeln im vierten Obergeschoss zu entscheiden. Ebenfalls stehen Sonnensuiten mit Ausrichtung nach Südwesten zur Auswahl. Dadurch kann den unterschiedlichen Wünschen und Vorstellungen des Gastes entgegengekommen werden und auf den Wunsch nach Offen- bzw. Geborgenheit reagiert werden. Ein Kindheitstraum des selbst gebauten Baumhauses in anderen Maßstäben wird Wirklichkeit.

Publiziert: Turris Babel Nr. 84 Weil es sich der Gast so wünscht

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