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arch.atlas

Architekturstiftung Südtirol

Bahnhofsplatz Klobenstein

Außengestaltung/Landschaftsplanung

Baujahr

Fertigstellung 2021

Zone

Bozen Land

RITTEN

Bautyp

Umbau

Klimahaus Standard - Keine Angabe

Öffentlich

Bauherr STA - Strutture Trasporti Alto Adige

Architekt/Partner

Studio Roland Baldi Architects

Arch. BALDI ROLAND


Projektmitarbeiter:

Arch. Sila Giriftinoglu

Platz da! Wer bis vor Kurzem mit der Bahn nach Klobenstein fuhr, den erwartete beim Verlassen des Bahnhofgebäudes eine geteerte Straße und einen mit Autos gefüllten Parkplatz. Dies wollte die Gemeinde ändern. Roland Baldi Architects haben hier im Rahmen des Umbaus des Mobilitätszentrums Klobenstein einen neuen, offenen und großzügigen Ort für Anwohner und Besucher gestaltet, mit unterschiedlichsten Sitz- und Verweilgelegenheiten, die zum gemütlichen Platz nehmen einladen. In unmittelbarer Nähe zum Bahnhof Klobenstein wurde kürzlich das ebenfalls von Roland Baldi Architects geplante, moderne Mobilitätszentrum, bestehend aus Busbahnhof, Parkplatz und Pendlergarage gebaut. Der Bahnhofsplatz war somit das letzte Puzzleteil, das zur Komplettierung des Mobilitätszentrums Klobenstein fehlte. Roland Baldi Architects haben die Straße und den Parkplatz vor dem denkmalgeschützten Bahnhofsgebäude entfernt und dort einen neuen, einladenden Platz errichtet. Wer jetzt mit der Schmalspurbahn, heute die letzte ihrer Art in ganz Südtirol, mit den historischen oder den moderneren Triebwagen von Oberbozen und Klobenstein fährt und die atemberaubenden Sicht auf die Dolomiten entlang der Trasse genossen hat, wird bei der Endstation von einem eleganten, natürlichen Platz empfangen. Touristen können sich an den zentral positionierten Wanderwarten an der Infotafel Orientierung verschaffen, Einheimische setzen sich zu Freunden an die belebten Tische der Bahnhofsbar. Der Bodenbelag besteht aus sich abwechselnden Streifen aus grünem und rotbraunen Porphyrwürfeln. Dieser Teppich aus Naturstein überzieht den gesamten Vorbereich des schönen Bahnhofsgebäudes und spannt sich bis an die Gleise. Die verschiedenen Porphyrstreifen sind teilweise durch kleine Grünbereiche oder Sitzgelegenheiten unterbrochen. Die Pflanzenbeete sind abwechselnd mit kugelförmigen Buchsbäumen, Japanischer Segge, Sedumflächen und roten Ahornbäumen bepflanzt. An zwei Stellen heben sich die Pflastersteine senkrecht aus dem Boden und bilden mit Schalen aus Zirbenholz mehrere Sitzmöglichkeiten. Das Mobiliar wie Mülleimer, Radständer und Mastleuchten wurden in braunem Cortenstahl ausgeführt. Die imposante Eiche vor der Bahnhofsbar blieb erhalten. Sie erhielt eine Corteneinfassung und wird auch weiterhin den Gästen kühlenden Schatten spenden. Auch verkehrstechnisch wurde der Bereich vor dem Bahnhof komplett umstrukturiert. Die früher bestehende Straße und der Parkplatz wurden entfernt und mit dem jetzigen verkehrsberuhigten Platz ersetzt. Dieser darf ausschließlich von den Anrainern der dahinterliegenden Wohnbauzone im Schritttempo befahren werden. Bodenschwellen aus Naturstein an den beiden Endpunkten des Platzes erinnern die Autofahrer an die Geschwindikeitsbegrenzung. Vor dem neuen Platz wurde ein Kreisverkehr sowie einige wenige Autostellplätze errichtet. Dieser Bereich soll als Kiss and Ride Zone fungieren. Diese dient um kurz anzuhalten, jemanden aussteigen zu lassen und direkt wieder abzufahren. Auf den Stellplätzen der Kurzparkzone können Barbesucher ihr Auto für einen schnellen Kaffee abstellen. Das Einzige, das schon vor dem Umbau an derselben Stelle war, ist die Geiß - eine vom Künstler Franz Messner geformte bronzene Skulptur einer Ziege. Diese komuniziert über ihren Spiegel mit den ebenfalls in Bronze gegossenen Spatzen, die vom Dach des Bahnhofs seit Kurzem Neues pfeifen: Platz da!

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