Eine neue Eingangssituation führt direkt in das erste Obergeschoss, in dem sich der Speise und Schankbetreib befindet. Durch diese Maßnahme erfährt der Aufgang sowohl eine funktionelle als auch eine ästhetische Aufwertung, die den hohen gastronomischen Ansprüchen der Bauherren Rechnung trägt. Gestalterisch wird dies so gelöst, dass der gesamte Eingangsbereich zwischen dem ursprünglichen Bauernhaus und dem Gastbetrieb aufgeschüttet wird. Im Zuge der neuen Baumaßnahmen wird das bestehende Dachgeschoss zur Gänze abgetragen und durch einen zeitgemäßen Neubau in Holzbauweise ersetzt. Der Entwurf zielt darauf ab, dem alten Bauernhaus wieder einen Stellenwert zu verleihen, den es aufgrund des langjährigen Bestehens und der Proportionen des Baukörpers verdient hat. Im Zuge der Entwurfsplanung schien es uns sehr wichtig, verschiedene Dachvarianten für den neuen Aufbau zu untersuchen. Es wurde bald klar, dass der Zubau in der Höhe und in Hinblick auf die architektonische Gestaltung so einfach und klar als möglich sein soll, um ein Gleichgewicht zwischen Alt und Neubau zu erreichen. Die Fassade des neuen Holzaufbaus wird mit aus vertikalen Lärchenholzlatten errichtet, um ein gewohntes Material alter Höfe zu verwenden, das sich in die Umgebung integriert und im klaren Kontrast zum verputzten alten Bauerhaus steht. Durch die neue Eingangssituation steht das Bauernhaus auf einem Hügel und ist ohne Stützmauer behutsam in die Landschaft integriert. Zudem ist der Eingang in den Speisebetreib klar ablesbar. Innenräumlich zielt der Entwurf darauf ab, Atmosphären zu schaffen, die konkret auf die Bedürfnisse und Wünsche der Bauherren eingehen. Das erste Obergeschoss ist für den Speisebetreib und die Betriebswohnung vorgesehen, im Dachgeschoss werden zwei Wohnungen sowie die Zimmer für die Mitarbeiter des Betriebes untergebracht. Die Wohnungen im Dachgeschoss vereinen das geborgene „sich zurückziehen können“ mit dem Gefühl der Weite. Herzstück der Wohnungen bilden ein Innenhof beziehungsweise ein großzügiges Dachfenster, das Licht und Weite in der Wohnung erlebbar macht. Das Prinzip einer einfachen klaren Formsprache des Neubaus mit gleichzeitiger Berücksichtigung der inneren Notwendigkeiten sind grundlegende Entwurfsgedanken. Das Dachgeschoss öffnet sich großzügig nach Südwesten und Nordwesten. Das Dach wird bewusst als extensiv begrüntes Dach ausgeführt, damit die Einbindung der großen Dachfläche auch in Hinblick auf die Dachdraufsicht von diversen Seiten gewährleistet ist.
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