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arch.atlas

Architekturstiftung Südtirol

Haus Schäfer

Wohnbau

Baujahr

Fertigstellung 2014

Zone

Pustertal

INNICHEN

Bautyp

Umbau

Denkmalgeschützt

Klimahaus Standard - Keine Angabe

Architekt/Partner

Studio Plasma studio

Arch Ulrike Hell

Arch. Eva Castro

Arch. Holger Kehne


Projektmitarbeiter:

Arch. Peter Pichler

Das Gebäude befindet sich im historischen Zentrum der Fußgängerzone von Innichen. In den drei unteren Stockwerken (inklusiv Keller) befindet sich ein Kaufhaus, welches nicht verändert wurde. Die oberen, zum Teil ungenutzten Stockwerke und der Dachraum wurden in vier großzügige Wohnungen für den Bauherrn und seine drei Töchter umstrukturiert. Die Hauptfassade Richtung Michaelsplatz und Fußgängerzone unterliegt dem Ensembleschutz und wurde über den Umbau beinahe nicht verändert: es wurde lediglich das Satteldach auf die Firsthöhe des Nachbarhauses angehoben, die Gaube bleibt unverändert. Der Entwurf konzentriert sich somit größtenteils auf die dem Platz abgewandte Seite Richtung Westen: Durch Einschnitte im Satteldach dringt Tageslicht in das Innere der neu geschaffenen Wohneinheiten, gleichzeitig werden großzügige Außenterrassen gebildet. Im Gegensatz zu gewohnten Gaubenlandschaften wirken die Einschnitte ruhiger und unauffälliger, das Satteldach bleibt in seiner Großform erhalten. Der Innenraum hingegen entwickelt sich in einer differenzierten Facettierung, er profitiert von einem sehr großzügigen Lichteinfall über die diagonalen Einschnitte, Licht dringt ein und Ausblicke werden geschaffen, Einblicke bleiben aber verwehrt. Das Projekt thematisiert das Satteldach als festgesetzte Norm und lotet aus, welche formalen Möglichkeiten in einem ensemblegeschützten Kontext – wie hier in einem historischen Dorfkern - möglich sind. Das Projekt setzt sich des Weiteren mit dem Thema der Wohnqualität im historischem Kontext auseinander: wie kann ich den Erwartungen (in diesem speziellen Falle der Generation der Töchter des Bauherren) nach lichtdurchflutetem Innenraum und privatem Außenraum innerhalb einer normierten, vorgegebenen Dachlandschaft gerecht werden. Zugeständnisse an Erwartungshaltungen und Wohnqualität werden zugunsten eines dadurch als Wohnraum genutzten Baubestandes gegeben. Materialität und Farbgebung der Ostseite bleiben unverändert, die Fassade an der Westseite wurde abgebrochen und als Holzständerbau neu aufgebaut, als Farbgebung wurde aber wiederum jene des Bestandes beibehalten, die Dacheindeckung in dieser Seite besteht aus anthrazit, strukturierten Aluminiumbahnen, diese Deckungsart passt sich an die Geometrie mit ihren Einschnitten an und harmonisiert gleichzeitig in Strukturierung und Farbgebung mit den umliegenden Dachflächen. Um jegliche zusätzliche Belastung für die bestehende Struktur zu vermeiden, wurde der Umbau in einem Leichtbau aus Stahl und Holz realisiert. Das Gebäude ist an das örtliche Fernheiznetz angebunden, mit Dreifachverglasung versehen, hin zu den geschützten Fassaden wird Innendämmung aus Mineraldämmplatten, an der Ostfassade Holzfaserdämmung angebracht.

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