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arch.atlas

Architekturstiftung Südtirol

ELKI- Eltern- und Kindzentrum Bozen

Bildung

Baujahr

Fertigstellung 1999

Zone

Bozen-Leifers

BOZEN

Bautyp

Umbau

Klimahaus Standard - Keine Angabe

Öffentlich

Bauherr Provincia Autonoma di Bolzano

Architekt/Partner

Studio Architekten Pardeller Putzer Scherer

Arch Michael Scherer

Arch Walter Pardeller

Arch Josef Putzer

Arch Ulrich Weger

Das Eltern-Kind-Zentrum entstand vor ca. 10 Jahren aus einer Privatiniziative. Es ist ein Ort der Begegnung fürMenschen aus verschiedensten sozialen Schichten, Kulturen und unterschiedlichsten Alters. Das Gemeinsame, was alle verbindet, ist das „Elternsein“. Hier finden Kurse und Kinderbetreuungen statt und Selbsthilfegruppen bieten Seminare und Diskussionsrunden an. Eine Hebamme leitet Schwangerschafts- und Geburtsvorbereitungen und im Tauschmarkt können gebrauchte Kleider und second hand Spielsachen gekauft werden. Das Abendprogramm reicht vom Bauchtanz und Joga als Rückbildungsgymnastik bis zum Kochkurs für Jungväter in Vaterschaft. Die Hauptnutzniesser sind jedoch die Kleinkinder im Alter von 0-5 Jahren. Während der Kurse werden sie hier unter Anleitung betreut und können in ungezwungener Atmosphäre spielend Freunde kennenlernen. „Im Herbst 1999 musste das ELKI dem Neubau der Freien Universität Bozen Platz machen und aus den Räumen des Alten Spitals ausziehen. Den Umzug in einen Hinterhof-Schuppen haben die Eltern zunächst sowohl von der Lage, als auch von Größe der Räume her bedauert. Das langgestreckte, eingeschossige Werkstattgebäude liegt in einem Hinterhof mitten in der Bozner Altstadt, ziemlich heruntergekommen und laut Altstadt Sanierungsplan für den Abbruch bestimmt. Nach ein paar kleinen Schönheitsoperationen an der Fachwerkfassade zeigt das Haus jetzt den diskreten Charme eines 100 Jahre alten Werkstattschuppens, der in seiner Einfacheit vielleicht deswegen gefällt, weil er im Gegensatz steht zum protzigen Gehabe mancher heutigen Handwerksgebäude. Die architektonische Qualität entfaltet sich im Innenraum. Auf dem schmalen Grundriss haben sich die Architekten gar nicht darauf eingelassen die geforderten Räume unabhängig zu erschliessen. Das Raumprogramm entfaltet ich in einem durchgehenden Großraum. Die speziellen Raumfunktionen (Naßräume, Küche,etc) sind dabei in individuell ausgeformten Einbauten untergebracht und gleidern die Raumflucht ohne sie zu unterbrechen. Mit Bedacht wurde die Durchgängigkeit der raumbegrenzenden Flächen herausgearbeitet: Rückwand, Bodenbelag, Dachuntersicht, und vor allem die lange Fensterfrond, die den Blick freigibt auf den Hof und die wuchtige Porphyrfassade der Herz-Jesu-Kirche. Die wie Kulissen versetzt angeordneten Einbauten führen den Weg wellenförmig durch den Raum. Mit der kräftigen Farbgebung setzen sie sich bewusst vom umgrenzenden Raum ab. Die abgestuften Blautöne erinnern an die Fernsicht eines Tales im Nebellicht. Die Ausführungsdetails sind kontrolliert aber nicht überzeichnet. Manche Dinge, wie z.B. die verspiegelten Klappläden, mit denen man den Gruppenraum „verdoppeln“ kann, oder der „Lichtwurm“ an der Decke, sind mit spielerischer Lust entworfen. Der Raum hat einen eigenen Charakter, der auch fremde Elemente, die die Nutzer unweigerlich einbringen, spielend verträgt. Die Eltern und Kinder sind jetzt froh, dass sie aus dem Alten Spital ausziehen mussten. Obwohl sie mit 220 Quadratmeter um 70m² weniger Fläche zur Verfügung haben, kommt ihnen vor, sie hätten mehr Platz.“

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