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arch.atlas

Architekturstiftung Südtirol

Dolomitenblick

Wohnbau

Baujahr

Fertigstellung 2012

Zone

Pustertal

SEXTEN

Bautyp

Neubau

Klimahaus Standard A

Architekt/Partner

Studio Plasma studio

Arch. Ulrike Hell

Arch. Holger Kehne

Arch. Eva Castro


Projektmitarbeiter:

David Preindl, Nicoletta Gerevini, Peter Pichler, Daniela Walder, Maya Shopova

Das Gebäude bildet den Abschluss eines Wohngebietes in Sexten. Das in einen Steilhang hinein gebaute Volumen ist aus dem Wunsch heraus entwickelt worden sechs unabhängige Appartements zu realisieren, welche durch einen gemeinsam genutzten Bereich erschlossen werden können. Ein Schnitt, welcher den Haupteingang und die Aufteilung der Wohneinheiten konfiguriert, teilt das Volumen in zwei Teile. Neben einer organisatorischen Funktion bildet dieser Einschnitt das definierende Hauptelement des Gebäudes. Ausgehend von diesem Schnitt treten Balustraden in Erscheinung, welche großzügig überdachte Terrassen bilden und sich dann in die topografische Umgebung einfügen. Mit jeder Etage neigt sich der steile Hang und mit ihm die gesamte Gebäudefront. Dank der Balustraden und der Aufteilung in zwei Volumen wurde jede Wohneinheit so konzipiert, dass maximale Privatsphäre gewährleistet werden kann. Zudem genießt jede Wohnung eine Erweiterung des heimischen Raums in weitläufige Terrassen, welche in je einen kleinen privaten Garten münden. Außen wie innen wird heimisches Lärchenholz verwendet. Raumhohe Fenster bieten einen optimalen Panoramablick, die Südlage eine ideale Energiegewinnung. Dank eines außenliegenden Sonnenschutzes und der großzügigen Auskragung der Terrassen wird einer sommerlichen Überhitzung entgegengewirkt. Materialien: Am Rand eines Wohngebietes mit eklektischem Charakter, ohne jede stilistische Konsistenz, haben wir uns entschlossen, diesem architektonischen Kontext mit einem aus der vorhandenen natürlichen Topografie entstandenen Volumen zu begegnen. Durch die Materialwahl von Lärchenholz und voroxidiertem Kupfer soll das Gebäude einen regionalen Charakter erhalten. Beide Materialien sind besonders anfällig für natürliche atmosphärische Veränderungen durch den Einfluss von Sonne, Regen und Schnee. Das neue Volumen tritt, mit seiner dunkelfarbigen Fassade, in Dialog mit den typisch sonnenverbrannten Lärchenfassaden der traditionellen umliegenden Bauernhäuser. Große Gewichtung wurde den mit Kupfer beschichteten Balustraden geschenkt, welche aus der natürlichen Topografie heraus entstehen, sich über die Terrassen an das Volumen legen, um dann wieder in die vorhandene Topografie zu münden. Höchstes kunsthandwerkliches Niveau zeigt sich an der Stelle, wo sich die Balustrade vom Volumen loslöst. Die Metallplatten sind in horizontale Streifen geteilt, welche hyperbolisch-parabolische Kurven beschreiben. Das voroxidierte Kupfer umgibt das gesamte Volumen, diese zweite Schicht bietet mehr Privatsphäre im Innenraum und unterstreicht zugleich die Kontinuität des gesamten Volumens. Die Dachform ergab sich aus lokalen Rechtsvorschriften, welche ein Satteldach in diesem Bauabschnitt vorsehen. Um eine Wiederholung eines gewöhnlichen Satteldachs zu vermeiden, wurde die herkömmliche Dachschräge leicht verformt.

Auszeichnungen: European Copper in Architecture Award 2013 - Menzione speciale della giuria Architizer A+ Award 2013

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