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arch.atlas

Architekturstiftung Südtirol

Der neue Speisesaal im Ex-GIL-Gebäude

Bildung

Historische Bauten

Öffentliche Bauten

Baujahr

Fertigstellung 2017

Zone

Bozen-Leifers

BOZEN

Bautyp

Neubau

Denkmalgeschützt

Klimahaus Standard - Keine Angabe

Öffentlich

Bauherr Eurac research

Architekt/Partner

Studio Roland Baldi architects

Arch Roland Baldi


Projektmitarbeiter:

Elena Casati

Das Projekt befindet sich im innerhalb des Hauptsitzes des Forschungszentrum Eurac Research in der Drususallee in Bozen, bekannt als Ex-GIL-Gebäude. Das in den Jahren 1934 bis 1936 ursprünglich für die weiblichen Mitglieder der faschistischen Jugend – kurz GIL (Gioventù Italiana del Littorio) - erbaute Gebäude wurde durch die Architekten Mansutti e Miozzo im Auftrag der faschistischen Jugendorganisation ONB – „Opera Nazionale Balilla“ geplant. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde das Gebäude in Ex-GIL umbenannt und zu unterschiedlichsten Zwecken genutzt - vom Supermarkt bis zum Pornokino. Dennoch blieb es ein steinernes Denkmal der faschistischen Ära, an dem niemand rühren wollte und mit der Zeit verfiel der Bau langsam. 1995 wurde ein internationaler Architekturwettbewerb für den Umbau des Ensembles in den neuen Sitz für die Eurac Research ausgeschrieben. Die Jury entschied sich einstimmig für den Entwurf des Grazer Architekten Klaus Kada, dessen Projekt dem denkmalgeschützten Bau eine zeitgemäße Architektur mit Beton, Stahl und Glas gegenüberstellte. Im Jahr 2015 gewinnt das Bozner Architekturbüro Roland Baldi Architects zusammen mit der Architektin Elena Casati die Ausschreibung für den Bau einer Mensa unter das Auditorium aus den 1930er Jahren. Das in Pompeji-Rot gehaltene Auditorium, Teil des originalen Gebäudekomplexes, hat die Form eines ovalen Zylinders und wird im Dachbereich von einer Kuppel abgeschlossen, welche auf den Säulen der Außenwand ruht. Für Roland Baldi Architects war das Ziel des Projekts, einen neuen Raum innerhalb der schlanken Säulen zu schaffen, der die bestehende Architektur des Gebäudes respektieren und erhalten soll, zugleich aber seine Zeitgenössigkeit nicht negiert. Die Entscheidung fiel auf eine Glasfassade, die parallel zur Säulenreihe auf der Rauminnenseite verläuft. Die großflächigen Gläser der Fassade und der drei Zugänge zwischen den einzelnen Säulen sind mit komplett verdeckten Profilen montiert und erscheinen, da fugenlos, als homogene Fläche. Der Speisesaal ist folglich ein komplett verglaster Raum. Nach Absprache mit dem Amt für Denkmalpflege wurde keine direkte Verbindung zum EURAC-Gebäude geplant, um die historische Identität des Auditoriums zu erhalten. Auch im Inneren hat sich Roland Baldi Architects dafür entschieden, nur minimale Eingriffe vorzunehmen. Der Boden wurde in Estrich mit mittelfeinem Schliff ausgeführt, die geneigte Decke mit einem Akustikputz in pompejanischem Rot versehen, welches der originalen Farbgebung entspricht. Das feststehende Mobiliar besteht aus einer monolithischen Theke aus Inoxstahl und aus einem transparenten Glaselement, das als Abluftkanal für die mechanische Lüftung fungiert.

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