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arch.atlas

Architekturstiftung Südtirol

Bienenhaus Volkskundemuseum Dietenheim

Kulturbauten

Öffentliche Bauten

Baujahr

Fertigstellung 2015

Zone

Pustertal

BRUNECK

Bautyp

Neubau

Klimahaus Standard - Keine Angabe

Öffentlich

Bauherr Autonome Provinz Bozen

Architekt/Partner

Studio EM2 Architekten

Arch Heinrich Mutschlechner

Arch Gerhard Mahlknecht

Arch Kurt Egger


Projektmitarbeiter:

Arch. Michael Baumgartner

Das Volkskundemuseum Dietenheim wurde 1980 als ältestes Landesmuseum Südtirols eröffnet und 1982 mit den Landesmuseen für Wein in Kaltern und 1991 dem Landesmuseum für Jagd und Fischerei auf Schloss Wolfsthurn zusammengeschlossen. In Dietenheim wurden bis 1983 zwei Dutzend alte Bauwerke auf eine drei Hektar große Wiese übertragen. 1985 konnte der benachbarte Ansitz Mair am Hof in das Museum integriert werden. Inhaltlich wird eine sozialgeschichtliche Ausrichtung auf die unterschiedlichen Lebens-, Wohn- und Wirtschaftsweisen von Landadel, Bauern, Kleinhäuslern und ländlichen Handwerkern verfolgt. Im Ensemble integriert ist ein Bienenmuseum, das die Spannweite von Bienenaufzucht, Honigaufbereitung, der Volksmedizin mit Honig bis zur wissenschaftlichen Verwertung der Bienenhonigpräparate dargestellt. Um die umfangreicher gewordene Sammlung auszustellen, musste das bisherige Bienenmuseums erweitert werden. Der klare Anbau wurde rechtwinklig und präzise zum bestehenden und zeitgleich sanierten Altbau in das Gelände gesetzt. Beide Holzbauten auf Betonfundamenten werden durch Trockenmauerwerk im Freibereich zusammengefasst. Als Kontrast zum Holz sind der Verbindungsgang, die Rahmung und Überdachung der Tore in Stahlblech ausgeführt. Zusammen mit den Glastüren signalisieren sie die zeitgemäße Ergänzung der historischen Bauten. Bis auf ein Panoramafenster im Obergeschoss mit schönem Blick zum Kronplatz sind die Innenräume fensterlos. Wie die Fassade ist der Neubau innen senkrecht holzverschalt und mit duftendem Bienenwachs behandelt, der Altbau wurde mit sandfarben gestrichenen Gipsplatten ausgekleidet. Die groben Estrichflächen der Böden mit farbloser Imprägnierung haben die optische Wirkung einer wassergebundenen Sandfläche. Mit den bündig eingebauten Lichtschienen sind die Materialien Bestandteil des Ausstellungskonzeptes. Noch fehlen die Einrichtungsgegenstände und die Gebäude zeigen sich in architektonischer Klarheit. Less is more war hier die richtige Entwurfsentscheidung.

Publiziert: Das Land baut - Öffentliche Bauten in Südtirol, 2009-2013

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