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arch.atlas

Architekturstiftung Südtirol

Lebensräume

Wohnbau

Bildung

Baujahr

Fertigstellung 2022

Zone

Burggrafenamt

MERAN

Bautyp

Umbau

Klimahaus Standard - Keine Angabe

Architekt/Partner

Studio Höller & Klotzner - Architekten

Arch. BERARDESCA GIANFRANCO

Arch. HÖLLER THOMAS

Arch. KLOTZNER GEORG

Lebensräume ist ein soziales Wohnprojekt nach dem Modell des Mehrgenerationenhauses. Verschiedene Generationen, darunter auch Menschen mit Beeinträchtigung und sozial benachteiligte Personen, Familien mit und ohne Kinder, Alleinerziehende und Menschen in verschiedenen Lebenssituationen bzw. mit alternativem Lebensentwurf leben dabei zusammen. Die Bewohner unterstützen sich im Sinne einer guten Nachbarschaft gegenseitig. Ältere Menschen können dadurch länger in ihrer vertrauten Umgebung bleiben ohne das Recht auf Selbstbestimmung und Eigenständigkeit abzugeben. Jeder kann in dem Maße Hilfe anbieten oder annehmen, wie es seinen Wünschen und Bedürfnissen entspricht und gerecht wird. Durch die Umnutzung des seit Jahren brachliegenden Areals des ehemaligen Eucharistiner-Klosters am Winkelweg in Meran sind in ruhiger und zentraler Stadtlage, mit großzügiger Grünfläche und Park, 23 barrierefreie Mietwohnungen auf zwei Wohngebäuden aufgeteilt entstanden. Die Gemeinschaft wird gefördert durch die Bereitstellung von Gemeinschaftsräumlichkeiten und die ganzjährige Begleitung durch eine/n Gemeinwesenarbeiter/in. Durch die Unterbringung eines Kindergartens mit zwei Sektionen und ergänzender sozialer und gemeinnütziger Dienstleistungen wird das Angebot im Haus zusätzlich bereichert. Nicht zuletzt durch den frei zugänglichen Park mit den hochstämmigen und unter Schutz gestellten Bäumen, den Veranstaltungssaal und das integrierte Bistrot kann die Anlage auch auf das umliegende Wohnquartier eine starke Strahlkraft ausüben. Das gesamt Areal liegt innerhalb einer Ensembleschutzzone. Daher wurden bei der Sanierung der Bestandsgebäude besondere Auflagen des Ensembleschutzplanes berücksichtigt. Die Fassaden des Bestandsgebäudes mit Pilasterdekoration, Putzbändern an den Risaliten, Fensterbankgesimsen, Eckkantbetonungen und verputztem Dachvorsprung wurden saniert bzw. rekonstruiert. An der Rücklage der Südfassade wurden die originalen Balkone mit gusseisernen Stützen und schmiedeeisernen Geländern aus der vorigen Jahrhundertwende saniert. Die dortigen Fassadenöffnungen wurden beibehalten und mit doppelflügeligen Holzfenstern samt Oberlicht abgeschlossen. Die im Zuge von nachträglichen Umnutzungs- und Umbauphasen entstandenen Balkone wurden abgetragen und durch wesentlich kleinere Kastenelemente aus Metall ersetzt. Der auf einem ehemaligen Parkplatz errichtete dreigeschossige Neubau wurde so positioniert, dass er die prägenden Gebäude der Ensembleschutzzone möglichst nicht beeinträchtigt. Mittels einer zurückhaltenden Formensprache, bewusster Materialwahl und dezentem Farbkonzept soll an jedem Bauelement seine Bauzeit abgelesen werden können und dennoch ein harmonisches Gesamterscheinungsbild erzielt werden. Der gesamte Gebäudekomplex ist durch einen 2m breiten Verbindungssteg zwischen Winkelweg und Neubau behindertengerecht erschlossen. Dieser führt nördlich der Kirche vorbei und mündet im Zwischengeschoß der Neubautreppe mit Liftverbindung zur Haupteingangsebene. Über den Steg bzw. einem wettergeschützten Vorbereich ist der Neubau mit der Kirche verbunden. Flankiert wird der Zugangssteg von einer Freitreppe, welche als direkte Verbindung zwischen Bushaltestelle am Winkelweg und dem öffentlichen Innenhof mit sämtlichen Haupteingängen. Eingegraben zwischen den zwei Baukörpern wurde eine Tiefgarage mit 50 Stellplätzen errichtet. Mit Ausnahme der Spielfläche, die dem Kindergarten direkt zugewiesenen wird, stehen sämtliche Außenflächen allen Bewohnern und Nutzern zur Verfügung. Neubau und Kirchengebäude schließen einen kleinen, gepflasterten Hofplatz ein. Über einen torartigen Durchgang erreicht man den Gartenbereich. In einem Teilbereich sind kleine Gemüse- und Kräuterbeete sowie Blumengärten angelegt, die von den Bewohnern aber auch von den Kindergartenkindern genutzt werden können. Lebensräume Meran ist ein Gemeinschaftsprojekt der Caritas der Diözese Bozen-Brixen, der Diözese Bozen-Brixen, des Diözesaninstitut für den Unterhalt des Klerus, des Eucharistiner Ordens, der Stiftung Liebenau sowie der Stiftung St. Elisabeth.

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