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arch.atlas

Architekturstiftung Südtirol

Cycling Hotel Linder

Tourismus & Gastronomie

Baujahr

Fertigstellung 2020

Zone

Gröden

WOLKENSTEIN

Bautyp

Umbau

Klimahaus Standard - Keine Angabe

Privat

Bauherr Hotel Linder GMB

Architekt/Partner

Arch. PERATHONER RUDOLF

Das Linder Cycling Hotel befindet sich im Dorfzentrum von Wolkenstein im Grödner Tal, mitten im Herzen des UNESCO-Welterbes Dolomiten. Die atemberaubende Landschaft mit den spektakulären Ausblicken auf die majestätischen Bergmassive, sowie die zentrale Lage am Fuße des Langkofels und Sellastocks machen den Ort seit Jahrzehnten zum idealen Feriendomizil. Seit jeher als Urlaubsort für die „Sommerfrische“ bei Wanderlustigen und Erholungssuchenden beliebt, zieht das pittoreske Dörfchen seit Beginn des Wintersporttourismus in 1960er Jahren auch jährlich tausende Skifahrer mit unzähligen präparierten Skipisten und Langlaufloipen vor malerischer Kulisse in seinen Bann. Und genau hier beginnt auch die Erfolgsgeschichte des Hotel Linder. Erbaut wurde das Haus im Jahre 1964 von Elisabeth Linder und ihrem Sohn Luis, dem heutigen Seniorchef. Dieser lenkte über 5 Jahrzehnte erfolgreich die Geschicke des stetig wachsenden Familienbetriebes, diverse Renovierungs- und Umbaumassnahmen eingeschlossen. Nach erfolgtem Generationswechsel in der Hotelleitung und dem Ankauf eines Nachbargrundstücks wurde 2015 Idee geboren, das Traditionshaus zu erweitern und ihm einen Imagewechsel zu verpassen, um es auf die stetig voranschreitenden Entwicklungen im Tourismus und die hohen Ansprüche der Feriengäste vorzubereiten. Juniorchef Günther und seine Ehefrau Nicole betrauten mit dieser verantwortungsvollen Aufgabe Perathoner Architects, das Architekturbüro des Grödners Rudi Perathoner. Dessen Entwurf sah den weitgehenden Erhalt der bestehenden Bausubstanz und deren Erweiterung auf dem neuerworbenen Grundstück vor, alles „verpackt“ mit einer zeitgemäßen und architektonisch einheitlichen Holzfassade. Im Erdgeschoss des Erweiterungsbaus entstanden die neue Rezeption, zwei Backoffices, ein separater Veranstaltungsraum sowie mehrere Loungebereiche, die auch den Übergang zum Bar- und Restaurantbereich im Bestandsbau bilden. Dieser wurde komplett entkernt, um Platz für das neue Herzstück des Hauses zu schaffen, das nach dem Hotelgründer benannte Restaurant „LUIS EATERY“. Dieses besteht aus einer zentralen Bar, einem Weinverkostungsraum, dem großzügigen Speisesaal und einer traditionellen „Tiroler Stube“. Außerdem wurde die Hotelküche erweitert und auf den technisch neuesten Stand gebracht. In den Obergeschossen wurden insgesamt 42 Gästezimmer und Suiten untergebracht, die teils neu entstanden oder aber von Grund auf saniert wurden, um im Hinblick auf Komfort und Gestaltung keinerlei Wünsche offen zu lassen. Das unangefochtene architektonische Highlight des Linder Cycling Hotel bildet aber ohne Frage der großzügige Wellnessbereich im Dachgeschoss des Erweiterungsbaus, der eine große Panoramasauna, ein Dampfbad, einen Ruheraum und den bodengleichen „Skypool“ umfasst. Zu meisternde Herausforderungen stellten in der Planungsphase neben der ästhetisch harmonischen Verbindung von Alt- und Neubau insbesondere der Zuschnitt der Bauparzelle dar, genauer die Notwendigkeit im Erweiterungsbau neben den gewünschten Räumlichkeiten auch 35 planungsrechtlich notwendige PKW-Stellplätze unterzubringen. Dies gelang in vier unterirdischen Geschossen, die einen mehr als 12 Meter tiefen und aufgrund der unmittelbaren Lage an Straße und Bestandsbau technisch anspruchsvollen Aushub erforderten.

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